1. „Geotopprojekt Biologische Station„

 

Ein Projekt, wonach im Rahmen der Biologischen Station den an Natur und Umwelt

interessierten Besuchern, aber auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern, geologische

Themen und Geotope als sichtbare und erfahrbare geologische Objekte nahe gebracht werden

sollen. Auch der Geotopschutz soll so ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Besonders

wichtig ist eine Kombination von Biotop - und Geotopschutz. Viele Geotope stellen auch wichtige

Biotope dar. Vegetationsarme, offene Felsen oder Höhlen sind laut Roter Liste NRW

bedrohte Lebensräume, an denen viele Rote Liste Arten vorkommen. Ein regionales Beispiel

hierfür sind die Stelborner Klippen nordwestlich der Waldstation. Nach der Erfassungs -

und Dokumentationsphase sollen Konzepte zur Erhaltung und Pflege der Geotope entwickelt

werden. An geeigneten Objekten können Pflegemaßnahmen in Zusammenarbeit mit

Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Vorstellbar sind hier z.B. Workshops mit Jugendgruppen o.Ä..

Die öffentlichkeitswirksame Darstellung von Geotopen soll einen breiten Raum einnehmen.

Ziel soll es sein, geologische Vorgänge anschaulich und begreifbar zu machen. Evtl. kann an

geeigneter Stelle in der Nähe der biologischen Station ein geologischer Lehrpfad eingerichtet

werden. Auch hier soll Geologie begreifbar gemacht werden. Die Darstellung der

Geologie als landschaftsprägendes Element, als Grundlage der biologischen Strukturen, die

vielfältigen Wechselwirkungen zwischen geologischen Strukturen, Grundwasser, Oberflächenwasser

und der belebten Umwelt sollen anschaulich gemacht werden. Im Gegensatz zur der

häufig störungsempfindlichen belebten Umwelt sind die meisten geologischen Objekte

direkter erfahrbar. Steine können angefasst und gesammelt werden.

 

 

 

                                                            2. „Umwandlung von Nadelholzforsten„

Im Sinne der angewandten Ökologie verbunden mit dem praktischen / wissenschaftlichen

Naturschutz steht das Projekt  "Umwandlung von Nadelholzforsten". Hierbei sollen die Auswirkungen

bei der Anwendung von Umwandlungsmaßnahmen  durch Aufnahme von Nadelhölzern

und Unterpflanzung von Laubbäumen im Vergleich zu Sukzessionsumwandlung in der

praxisbezogenen Forschung erfolgen, um gesicherte Erkenntnisse über die Wechselbeziehungen

von Tier - und Pflanzenwelt, menschlichen Eingriffen und Störungen in der Besonderheit der Lage

"Wald / Saumlandschaft" zu sammeln und zur Grundlage einer zukünftigen Naturschutzpolitik zu

machen.

 

 

 

                                                            3. „Kleinräumige Vernetzung”

Ein weiteres Projekt ist durch die vorherrschende kleinräumige Vernetzung der Geobotanik,

den hydrobiologischen Vorkommen, den klimatischen Bedingungen und der

vielfältigen Vegetationsformen in der Gemengelage zu der Verhaltensökologie von Kleinsäugern

sowie die physiologische Analyse der Entwicklung von Amphibien, mit der Erkenntniserfassung

der Auswirkungsformen in dem standortbezogen Ökosystem, am Standort gebunden. In der

Vernetzung der Einzeldisziplinen Bodenkunde, Klima "Wetter", Hydrobiologie und Botanik zu

diesem Projekt lässt sich ein analytisches Vergleichsstrukturgramm von kleinräumigen

Ökosystemen erstellen, die zur Bestimmung von Anpassungsschematas für kleinräumige

Systeme überregional in der Bedeutung stehen. Da die Ausgangsvoraussetzungen für

dieses Forschungsprojekt an dem Standort in idealer Form vorliegen, ist eine Unterstützung über

die Region hinaus gegeben.

 

 

 

                                                            4. Kooperationen mit Jugendorganisationen

Aktuell ist eine Austauschexkursion zwischen den Standorten "Biologische Station"

(Waldstation) Oberhunden und Schutzstation Wattenmeer beantragt. Die projektbezogene

Jugendarbeit mit der Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Natur - und Umweltbildung,

Nordrhein - Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung und Jugendorganisation

Naturschutzbund Deutschland e.V. (NAJU) in Bezug auf den Austausch im Rahmen von

Exkursionen und Workshops von Jugendorganisationen zu europa - bzw.

bundesweiten Korrespondenzstandorten steht in Verbindung mit den standortbezogenen

Eigenarten als Förderprogramm der Umweltbildung im Vordergrund.